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Korrosion und Stahlbefestiger (Schraubanker HUS-CR 6)

der richtige stahl für jede witterung

Das Material macht die Musik – das gilt auch für Befestigungsmittel aus Stahl. Um deren vielfältigen Einsatzorten und ihre jeweiligen Umgebungsbedingungen widerzuspiegeln, bieten wir Befestigungsmittel in unterschiedlichen Stählen, mit verschiedensten Legierungen und Beschichtungen an.

Was haben der Eiffelturm, die etwa eine Million Kilometer Bahnschienen weltweit und die allermeisten mechanischen Befestiger gemeinsam?

Sie sind aus Stahl, und sie rosten, wenn sie nicht ausreichend gegen Feuchtigkeit, Hitze, Salze und andere Korrosionsfaktoren geschützt werden. Mehr noch: Rost kann in allen drei Fällen, vom Eiffelturm bis zum Schraubanker, verheerende Folgen nach sich ziehen. Denn Korrosion, wie zum Beispiel Rost, kann die Struktur des Stahls so sehr schwächen, dass das Material regelrecht zerbröselt.

Doch Stahl ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken: Stark und stabil, biegsam und formbar, eignet er sich sowohl als Baustoff oder Werkzeugmaterial, als auch für die Robotik oder in Baumaschinen. Kaum ein anderes Material lässt sich auch so einfach und ohne Qualitätsverlust recyceln – sofern es sich noch in einem guten, rostfreien Zustand befindet.

Seit der Mensch Stahl verarbeitet, sucht er deshalb nach Methoden, dieses vielseitige Material gegen zerstörerische Umwelteinflüsse zu schützen.

Dafür gibt es grundsätzlich 3 Möglichkeiten:

  • Verarbeitung:
    Je nach der Temperatur, dem Kohlenstoffgehalt und dem Brennmaterial im Schmelzofen wird die Qualität und auch die Haltbarkeit von Stahl beeinflusst. Der Zusatz von Stickstoff zum Beispiel verbessert die Stahlqualität.
  • Legierungen:
    Der Zusatz von Elementen wie Silizium oder Mangan zum Grundmaterial beeinflusst je nach Zusammensetzung unterschiedliche Eigenschaften des Stahls. Im Laufe der Zeit wurden die unterschiedichsten Legierungen entwickelt, um Festigkeit, Zerspanbarkeit oder Elastizität eines Stahls zu beeinflussen.
  • Schutzschichten:
    Speziellen Schutzfarben oder Lacke wirken wie ein „Mantel“, die den Stahl vor Umwelteinflüssen schützen. Auch Beschichtungen aus zum Beispiel Zink können Stahl schützen.

Schutzschichten aus Farben oder Lacken sind sinnvoll, um große, gut erreichbare Oberflächen zu schützen. Ein gutes Beispiel ist der oben genannte Eiffelturm: Mehrere Tonnen Farbe werden jährlich aufgetragen, um den 10.000 Tonnen schweren Giganten vor Korrosion zu schützen.

Anders steht der Fall bei kleinteiligen, schwer erreichbaren oder funktionellen Stahlelementen wie Befestigungsmitteln, zum Beispiel Schraubankern. Statt mit Farben und Lacken wird hier mit Beschichtungen aus Zink gearbeitet. Noch besser ist es natürlich, die Qualität und Zusammensetzung des Stahls mit Legierungen zu verbessern, die dem Material rostabweisende Eigenschaften geben. So wird die Rostbeständigkeit durch den Zusatz von Silizium, Mangan oder Chrom verstärkt. Die Verschleißbeständigkeit wird durch Elemente wie Nickel oder Aluminium verbessert.

Was ist Korrosion?

Korrosion ist jede physiochemische Interaktion zwischen einem Metall und seiner Umwelt, die zu einem unerwünschten Effekt auf das Metall führt. Die Abstufungen können von rein optischen Veränderungen bis hin zur Zerstörung des Metalls reichen. Dabei wird unterschieden zwischen chemischen Reaktionen, metallophysischen Reaktionen, und elektrochemischen Reaktionen.

Anwendungen für Befestiger aus Stahl

Vom Treppenhaus über Autobahntunnel bis hin zu Anlagen der Schwerindustrie: Befestigungsmittel aus Stahl finden überall Verwendung. Dementsprechend unterschiedlich sind auch die Anforderungen an den Korrosionsschutz. Edelstahl der Klasse A4 ist am beständigsten – aber auch eine teure Angelegenheit. Und obwohl die Sicherheit der Befestigungen für die Bauherren oberste Priorität hat, spielen auch die Kosten eines Projekts eine wichtige Rolle. Es gibt also keine Einheitslösung, was das Material für Dübel oder Schraubanker angeht. Stattdessen gilt es, die optimale Lösung für jede einzelne Situation zu finden.

Damit das der Kunde nicht in jedem Einzelfall selbst tun muss, prüfen wir bei Hilti unsere Befestiger in verschiedenen Stahlsorten auf Herz und Nieren. So können wir stets die richtige Befestigungslösung für jede Anwendung und jede Korrosionsumgebung aussprechen – zum Beispiel über unseren praktischen Dübelselektor.

Testen, testen, testen – so schaffen wir Sicherheit

In sechs Testanlagen führen wir permanent Kurz-und Langzeittests in Laboren und Feldstudien durch. Dabei werden unsere Befestiger unter Extremsituationen wie Seeluft oder die Korrosionsbedingungen in einem Tunnel getestet. Nach Ablauf des Experiments wird nicht nur der Grad der Korrosion gemessen, sondern in vielen Fällen noch ein Belastungstest durchgeführt.

  • Der Jahreszeitentest:
    Mitteleuropa zeichnet sich klimatisch durch einen starken Witterungsunterschied zwischen Sommer und Winter aus. Befestigungsmittel müssen diese Schwankungen aushalten, ohne ihre Funktionalität zu verlieren. Spezielle Tests simulieren über mehrere Wochen einen Jahresablauf mit Unterschieden in der Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Zusätzlich werden die Befestiger mit einer Lösung aus Salzsäure besprüht.
  • Der Gischt-Test:
    Der Salzsprühtest ist einer der ältesten und am weitesten verbreiteten beschleunigten Korrosionstests. Materialproben werden permanent einem salzhaltigen Nebel aus Salzsäurelösung ausgesetzt.
  • Der Schwerindustrietest:
    In diesem Test werden die Befestiger einer Atmosphäre mit 100% Luftfeuchtigkeit ausgesetzt. Um den hochkorrosiven, sauren Effekt einer Anlage in der Schwerindustrie zu simulieren, wird der Luft zusätzlich Schwefel zugesetzt.
  • Der Tunneltest:
    Die permanente Belastung durch Abgase und das Salz, das zum Enteisen der Fahrbahnen genutzt wird, sorgen in Tunnels zu extrem schwierigen Korrosionsbedingungen. Durch die Ergebnisse einer Langzeitstudie, die über 25 Jahre andauerte, konnte Hilti die Leistungsfähigkeit seiner Stahlbefestigungsmittel extrem steigern – so sehr, dass die Ergebnisse der Studie in weltweite Standards und Spezifikationen für Befestiger aus Edelstahl aufgenommen worden sind.

HUS Schraubanker stehen für Effizienz und Leistung – in jeder Umgebung

Schraubanker lassen sich vielfältig einsetzen – von der Grundplattenbefestigung und dem Tunnelbau über Schalungen bis hin zu Geländern, Handläufen und der Montage von Wintergärten decken sie eine Menge Ihrer täglichen Anwendungen ab. Dabei müssen sie auch den unterschiedlichsten Korrosionsumgebungen gewachsen sein. Mit den Hilti Schraubankern der HUS Linie haben Sie die Wahl – nicht nur, was Durchmesser und Traglast angeht, sondern auch, was die Korrosionsanforderungen Ihrer Anwendung betrifft. Von Kohlenstoffstahl bis zu hochwertigem Edelstahl finden Sie die richtige, zu Ihren Bedürfnissen passende Lösung.

Und weil auch die Optik zählt, haben viele unserer HUS-Modelle auch einen versenkbaren Kopf. Das gilt auch für unseren neuen Hilti Schraubanker HUS-CR 6 aus Edelstahl.

Hilti Schraubanker Portfolio

HUS-CR 6

HUS-CR 8/10

HUS-HR 6/8/10/14

HUS3-C 6

HUS3-C 10

HUS3-PS 6

HUS3-PL 6

HUS3-H 6

HUS3-H 8

HUS-V 8/10

HUS3-A 6

HUS3-I 6

HUS3-I Flex 6

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