Unsere Titelstory – Sicherheit in der WHG-Anwendung

Sicherheit aus der Tube

Trinkwasserschutz mit Hilti

 

Farblos, kühl, geruch- und geschmacksneutral soll es sein. Die Rede ist von unserem Trinkwasser. Auch wenn in Deutschland qualitativ hochwertiges Wasser aus dem Hahn fließt, ist es weltweit gesehen eine extrem knappe Ressource.

An kein anderes Lebensmittel werden derart hohe Qualitätsansprüche gestellt und keines wird besser überwacht. Wir trinken Wasser, wir waschen unsere Wäsche damit, nutzen es für die Körperpflege und zu guter Letzt: bestehen wir zu über 70 Prozent selbst aus Wasser. Im Durchschnitt verbrauchen wir etwa 120 Liter Trinkwasser zu einem derzeitigen Preis von etwa 0.2 Cent pro Liter am Tag.

 

Gefahren für unser Trinkwasser

Wesentlich tiefer muss in die Tasche greifen, wer das wertvollste Element unserer Erde verunreinigt. Nitrate, Arzneimittelrückstände, Industrieabfälle, Kraftstoffe oder Chemikalien stellen eine erhebliche Gefahr für das Grundwasser und damit auch für unser Trinkwasser dar. An erster Stelle der wassergefährdenden Stoffe stehen Düngemittel, die großflächig den Boden und das Grundwasser verseuchen. Während der schwarze Peter hier der Landwirtschaft zugeschoben wird, sind auch Privathaushalte nicht außen vor. Arzneimittelrückstände, wie Antibiotika, dringen ebenfalls durch die Bodenschichten in das Tiefenwasser ein und belasten das Grundwasservorkommen.

 

Überall dort, wo Gefahrenstoffe gelagert werden, müssen zudem entsprechende Gesetze eingehalten und geeignete Maßnahmen, wie etwa den Bau von Barriereschichten, zum Schutz des Grundwassers vorgenommen werden.

Das Wasserhaushaltsgesetz beschreibt hier Anlagen ab einem Fassungsvermögen von 220 Litern.

Damit sind nicht nur große Unternehmen, sondern auch Privatpersonen betroffen, bei denen beispielsweise ein Heizöltank im Keller steht. Bereits 1 Liter Heizöl kann 1 Million Wasser verschmutzen. Um das zu verhindern und das Grundwasser vor Öl und weiteren Schadstoffen zu schützen, gilt es Schäden von vorne herein zu verhindern und sämtliche Sicherheitsvorschriften einzuhalten. Kommt es zu Unfällen mit Schadstoffen, sind meist zwei Faktoren ausschlaggebend: Menschliches Fehlverhalten und Materialursachen.

Befestigungen auf WHG-Flächen

Diese Faktoren zu berücksichtigen und entsprechende Lösungen anzubieten obliegt auch der Verantwortung von sicherheitsbewussten Firmen wie Hilti.

Zum einen durch gezielte Schulungen, die Mitarbeiter befähigen, ihre Arbeit sicher und gesetzeskonform auszuüben.

Und zum anderen durch die Entwicklung von cleveren Produkten, wie die speziellen Verbundanker für WHG-Flächen. Also eben jene Rückhalteflächen, die dafür sorgen, dass Gefahrstoffe im Falle eines Unfalls nicht durch die Bodenplatte hindurch in das Grundwasser gelangen.

Der Gesetzgeber fordert hier einen doppelten Schutz in Form von speziellen Bodenplatten, wie flüssigkeitsdichter Beton oder Auffangwannen. Werden diese Flächen durchbrochen, was bei der Befestigung eines Tanks, Regalen oder ähnlichen Objekten der Fall ist, muss sichergestellt werden, dass die entstandene „Schwachstelle“ im Nachgang auch wieder abgesichert wird.   Durch die zertifizierten Hilti Verbundanker HIT-HY 200-A und HIT-RE 500 V3 wird das gewährleistet.

Während bei herkömmlichen Dübeln und Injektionsmörteln Flüssigkeiten durch das Bohrloch und den Beton hindurch bis ins Grundwasser gelangen können, verhindert die vollständige Versiegelung der speziellen Verbundanker genau das. Dabei ist der chemische Dübel aber nicht nur für die Dichtigkeit verantwortlich, sondern auch für Standfestigkeit der verankerten Objekte. So sind selbst in Gebieten mit seismischen Anforderungen sämtliche Schwerlastbefestigungen möglich.

 

Sicher installieren mit Hilti SafeSet

Bei der Verarbeitung der Befestigungselemente legt man bei Hilti höchstmöglichsten Wert auf Sicherheit. Sowohl was Anwendungsfehler angeht, als auch den Anwender selbst.

Für die volle Tragfähigkeit eines Dübels ist ein gereinigtes Bohrloch ausschlaggebend. In der Vergangenheit wurde das, wenn überhaupt, durch Ausblasen des Bohrlochs mittels Druckluft erreicht. Mittlerweile ist das aufgrund der Entstehung von gefährlichem Feinstaub und dem damit verbundenen Gesundheitsrisiko verboten. Dass es auch anders geht, zeigt die bewährte Hilti Systemlösung SafeSet, bei der ein Hohlbohrer den Staub direkt beim Bohren nach außen transportiert, wo er schließlich abgesaugt wird. Das macht eine nachträgliche Bohrlochreinigung überflüssig und garantiert, dass die Lastwerte des Dübels auch tatsächlich erreicht werden.

Die wichtigste Ressource der Welt

Durch die Verwendung von cleveren und sicherheitsrelevanten Produkten auf dem Bau wird im Falle von Befestigungen auf WHG-Flächen der Schutz des Grundwassers gewährleistet. Und damit auch unserer wichtigsten Ressource, die in der Zukunft eine noch bedeutendere Rolle spielen wird.

Zwar ist es in Mitteleuropa kaum vorstellbar, dass unsere Trinkwasserspeicher jemals ausgeschöpft sind, aber wie sehr auch wir vom Wasser abhängig sind, hat die anhaltende Trockenzeit der vergangenen Monate gezeigt.

Global gesehen geht die Weltbank davon aus, dass bis ins Jahr 2025 ein Viertel der Weltbevölkerung von einem Trinkwassermangel betroffen ist. Das gelte auch für hochentwickelte Länder wie England oder die USA. Ein sorgloser Umgang mit Wasser ist also auch für diejenigen, die direkt an der Quelle sitzen, nicht tragbar. Trotzdem wurden im Jahr 2017 alleine in Deutschland über 700 Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen gemeldet. Um auch in Zukunft farbloses, kühles, geruch- und geschmacksneutrales Trinkwasser für nachfolgende Generationen zur Verfügung zu haben, steht dessen Sicherheit an erster Stelle.

Sicherheitsschulungen mit Hilti

Befestigung auf WHG-Flächen

Mit speziellen Hilti Schulungen wird der Kunde bei der fachgerechten Verarbeitung und sicheren Ausführungen von unterschiedlichsten Anwendungen auf der Baustelle unterstützt. Worum es bei der Dübelschulung „Befestigung auf WHG-Flächen“ geht, erklärt Hilti Produktmanagerin Frau von der Warth im Kurzinterview. 

 

Frau von der Warth, warum empfiehlt Hilti die Sicherheitsschulung für die Verarbeitung von chemischen Dübeln?

„Wir haben festgestellt, dass manche Vorschriften in diesem Bereich unbekannt sind oder sich über die Zeit falsche Praktiken eingeschlichen haben, obwohl Kunden schon seit vielen Jahren mit unseren Dübeln arbeiten. Die Dübelbefestigung in WHG-Flächen ist ein besonders sensibles Thema, weil eine falsche Materialauswahl oder fehlerhafte Montage hier erhebliche finanzielle und rechtliche Folgen für das Unternehmen haben können.“

Wie ist diese Schulung aufgebaut?

„Zunächst bieten wir unseren Kunden eine allgemeine Dübelschulung an, die auch Grundlage für die WHG-Schulung ist. Diese ist in einen Theorie- und einen Praxisteil gegliedert. Die Dauer liegt zwischen zwei und vier Stunden, abhängig von der Anzahl und dem Vorwissen der Teilnehmer. Zuerst sprechen wir über rechtliche Pflichten, Vorgehensweisen, Verantwortungen, die Materialauswahl und die Montage. Und im Anschluss wird die Theorie dann in der Praxis umgesetzt.“

Wie wird auf dem Bau sichergestellt, dass die Verarbeitung der Dübel fachgerecht ausgeführt wurde?

„Wir bestätigen durch eine Zertifizierung der Teilnehmer, dass diese in der Lage sind, Dübel WHG-konform zu setzen. In der Praxis fertigt dann jeder Monteur ein Montageprotokoll über die verbauten Dübel an. Hierbei besteht die Möglichkeit, dies pro Bauabschnitt, pro Ankerplatte oder auch für jede einzelne Dübelbefestigung festzuhalten.“

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