Unsere Titelstory

Das Leben in der Zukunft

Wie intelligent ist Ihr Schreibtisch? Wie clever agiert Ihr Fahrzeug? Wer erledigt Ihre Einkäufe? Und wer organisiert die Karten für das nächste Spitzenspiel?

Noch ist die Antwort auf diese Fragen naheliegend: Natürlich sind Menschen dafür zuständig, wenn es um das Erledigen von Aufgaben geht – egal, ob sie Spaß machen oder nicht! Das alles aber wird sich bald ändern. Grundlegend.

 

1. Abschied von R2-D2. Der Digitale Butler kommt

Forscher gehen davon aus, dass bereits im kommenden Jahrzehnt ein Computer die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns erreicht haben wird.

In Verbindung mit den passenden Daten und ausgestattet mit der Mechanik eines Roboters verfügen wir bald über mitdenkende Verkehrsmittel, künstliche Helfer in Krankenhäusern, selbstständige Feuerlöscher, Kellner, Erntehelfer, Echtzeitübersetzer, digitale Baustellen und und und.

Veränderung unseres Alltages

Microsoft-Gründer Bill Gates prognostiziert, dass Maschinen nahezu alle Bereiche unseres Lebens prägen werden. Diese Entwicklung wird unseren Alltag in der Zukunft so grundlegend verändern wie es in den vergangenen drei Jahrzehnten der Computer getan hat, sagt Gates

Diese modernen Diener werden dazu beitragen, dass wir Ressourcen intelligenter nutzen können. Allerdings werden diese „Butler“ nur selten den zweibeinigen Humanoiden ähnlich sehen, wie wir sie aus Science-Fiction-Filmen kennen.

Also kein R2-D2 und kein C-3PO wie in den „Star Wars“-Filmen? Kein sympathischer Kleinroboter wie WALL-E, der den Müll der Erde beseitigt? Werden wir künftig also keinen „Personal Robot“ besitzen, so wie heute einen Personal Computer? „Jein“, sagen Technikforscher.

Diese modernen Diener werden unser Leben schöner, unsere Arbeit leichter und unseren Alltag sicherer machen.

Natürlich wird jeder von uns bald eigene Serviceroboter zur Verfügung haben. Sie übernehmen die Gartenarbeit, bewachen und säubern unser Haus, erleichtern die medizinische Versorgung älterer Menschen und erledigen den Einkauf. Aber diese Roboter sind nur der „verlängerte Arm“ der eigentlichen Revolution: der Allgegenwart intelligenter Assistenzsysteme.

Auch am Bau hat die Zukunft vernetzter, elektronischer Unterstützer begonnen. Hilti PROFIS Engineering sorgt für lückenlosen digitalen Informationsfluss zwischen allen Akteuren ‒ vom Architekten bis zum Arbeiter. Intelligente vernetzte Systeme (PLT 300) versorgen uns mit abgestimmten Informationen und Serviceleistungen jederzeit und lückenlos von der Planung im Büro bis auf die Baustelle

Schon gewusst?

Das Wort „Roboter“ wird vom tschechischen „robota“ abgeleitet. Es heißt so viel wie Fronarbeit. Der tschechische Schriftsteller Karel Čapek beschrieb damit vor rund 100 Jahren Maschinenwesen, die anstelle von Menschen in der Schwerindustrie arbeiten. Die Wortschöpfung „Roboter“ hielt danach Einzug in alle westlichen Sprachen.

2. Faszinierende Einblicke

Im Bereich der erweiterten Realität (Augmented Reality – AR) geht die Entwicklung hin zu informativen, nützlichen Anwendungen rapide voran.

Museen können mithilfe von AR-Apps ihre Objekte schon heute in ein „lebendiges“ Szenario einbinden. So erleben wir Ausstellungsstücke und Geschichte deutlich spannender und können Zusammenhänge besser verstehen. In Athen sehen Besucher der antiken Stätten die Gebäude in ihrer ursprünglichen Pracht.

Mit AR-Brillen oder AR-Kontaktlinsen, die wir bald nutzen können, sind den virtuellen Realitäten keine Grenzen mehr gesetzt.

Bauherren betreten die Zimmer ihres Hauses, sie durchschreiten die Flure und können so ihr Haus erleben ‒ noch bevor es gebaut ist. Und natürlich können sie nun auch verschiedene Variationen durchspielen. Wie würde das Licht fallen, wenn die Fenster größer wären, welcher Bodenbelag passt zu dem gewünschten Ambiente?

Die Zukunft virtueller Bauwerke hat bereits begonnen. Mit dem Hilti Layout Tool PLT 300 machen Sie Ihre Planungsdaten direkt auf der Baustelle sichtbar.

 

3. Vom Zeiträuber zum Zeitbringer

Der wesentliche Vorteil an Robotern, digitalen Sprachassistenten und virtuellen Einblicken durch Datenbrillen wird der Gewinn an Zeit sein: Es wird kein lästiges Suchen und Nachschlagen von Fakten und Anleitungen mehr geben.

Selbst eine klassische Google-Suche ist passé. Schülern und Studenten stehen virtuelle Objekte zur Verfügung, an denen sie so üben können, als wären sie vor Ort.

Angehende Maschinenbauingenieure an der renommierten RWTH Aachen lernen so die Konstruktion und den Bau von Maschinen, mit denen sie zwar arbeiten können – die aber real gar nicht existieren.

Wartungsaufgaben werden durch die „Erweiterung unserer Sinne“ deutlich erleichtert: Wir sehen in Maschinen und Anlagen hinein, während uns Assistenten Tipps zur Fehlerbeseitigung geben. Im Labor oder in der heimischen Küche werden uns zum richtigen Zeitpunkt alle Informationen zu den Zutaten vorgelesen. Ohne dass wir nachschlagen müssen.

Die Gegenwart der Zukunftstechnologien

Grundlage für unser Leben in der Zukunft ist die Vernetzung:

Schon heute sind eine Trillion Sensoren, Steuersysteme und Endgeräte weltweit miteinander vernetzt.

Sie erzeugen derzeit täglich mehr als 15 Petabyte (1 Petabyte = 1000 Billiarden Byte, also eine 1 mit 15 Nullen) an neuen Daten. Würde man diese Datenmenge auf CD brennen, hätten wir es jeden Tag mit einem etwa 100 km hohen CD-Turm zu tun.

Fachleute erwarten, dass sich die Entwicklung bei der Vernetzung elektronischer Erfassungsgeräte und Steuersysteme weiter stark beschleunigen wird.

4. Lebensmittelversorgung sichern, Ressourcen schonen

Die Produktivität der Landwirtschaft wird durch die Digitalisierung deutlich gesteigert. Traktoren „kennen“ die Bodenbeschaffenheit auf den Quadratmeter genau und können Saatgut oder Dünger gezielt und umweltschonend ausbringen. Auch für die Bewässerung werden intelligente Systeme genutzt, die im Extremfall den Bedarf jeder einzelnen Pflanze kennen und sie entsprechend versorgen. Gerade die kostbare Ressource Wasser wird auf diese Weise so sparsam wie möglich eingesetzt.

Vor allem aber unseren Städten werden die digitalen Helfer zu einer neuen Blüte verhelfen. Obwohl Städte nur drei Prozent der Erdoberfläche einnehmen, werden derzeit rund zwei Drittel der gesamten Energie und rund 60 Prozent des vorhandenen Trinkwassers hier verbraucht.

Zudem werden hier vier Fünftel des CO2-Ausstoßes verursacht. Dank des Zusammenspiels von unzähligen Daten und neuer intelligenter und vernetzter Systeme können Stadtentwicklung, Verkehr, Wasserversorgung und der Energieverbrauch besser koordiniert werden.

Öffentliche Gebäude der Zukunft lernen, wann sie in den kommenden Stunden von wie vielen Menschen genutzt werden, und regulieren anhand von Sonneneinstrahlung und anderer Wetterdaten die Klimaanlage.

5. Alle einsteigen!

Rund zweieinhalb Jahre unseres Lebens verbringen wir im Auto. Autonom fahrende Fahrzeuge werden es uns schon in rund zehn Jahren nicht nur ermöglichen, fehlerfrei und effizient zu fahren, sondern auch einen Grossteil dieser Zeit sinnvoller zu nutzen als mit dem bloßen Blick auf die Straße.

Uns Insassen wird die Kabine dann als „Lounge“, als „mobiles Büro“ oder – dank neuer Infotainmentsysteme – als digitaler Kino- und Konzertraum dienen.

Autos werden so selbstständig werden, dass sie uns auf App-Befehl abholen und wir nur noch einsteigen müssen. Am Ende der Fahrt steigen wir aus und der digitale Gefährte sucht sich seinen Parkplatz.

Autonome öffentliche Verkehrsmittel

Erste autonome Busse wie in der Schweiz, wo derzeit ein kleiner, quietschgelber, fahrerloser Bus den Ort Sitten durchquert, geben die Richtung vor.

In Amsterdam rollt versuchsweise ein großer Reisebus selbstständig durch die Vororte.

Vielleicht nutzen wir künftig aber auch eines der fliegenden Drohnentaxis: Sie könnten Passagiere pilotenlos, schnell und ressourcenschonend ans Ziel bringen. Die ersten Entwicklungen dieser „Volocopter“ etwa in Deutschland oder China sind vielversprechend.

Der Transport von Menschen ist nur eine Option für die autonom fahrenden beziehungsweise fliegenden Gefährten. Natürlich können auf diese Weise künftig auch schwerere Lieferungen völlig selbstständig zugestellt werden.

Für den Gütertransport werden autonom agierende Lkws durch die vorausschauende Fahrweise nicht nur zu einem deutlich geringeren Kraftstoffverbrauch beitragen und unsere Ressourcen schonen (DD-WMS 100). Vor allem die logistischen Prozesse werden reibungslos ablaufen, weil alle Lkws über ihre digitalen Assistenten untereinander verbunden sind. Anlieferungen werden automatisch koordiniert: Ist ein Lkw defekt, springt sofort ein neuer ein. Ist die Straße gesperrt, meldet der Wagen dies an seine „Kollegen“. Damit werden Lieferzeiten genau berechenbar und eine Zustellung innerhalb weniger Stunden noch selbstverständlicher.

 

6. Schlauer statt härter arbeiten

Ob wir dieses neue Zeitalter „Robozän“ nennen sollen, weil nach dem vom Menschen geprägten Anthropozän nun Roboter unsere Zukunft prägen?

Sicher ist, dass sich auch dieses Zeitalter Schritt für Schritt entwickeln wird. Erste Helfer markieren dabei den Anfang. Zum Beispiel auf der Baustelle. Neuheiten wie das Wassermanagementsystem DD-WMS 100, PROFIS Engineering und das Layout Tool PLT 300 unterstützen Sie schon heute dabei, Ihre Arbeit an der Welt von morgen effektiver, ressourcensparender und komfortabler zu gestalten.